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Bangkok ist ein einziges Verkehrschaos. Zumindest für den Europäer. Gleich an dieser Stelle möchte ich daher die Touristen warnen, die (wie in einem Urlaub fast schon üblich) sich von Deutschland aus einen Leihwagen mieten und diesen am Airport in Empfang nehmen. Lassen Sie das bleiben!
Der Linksverkehr, das Fahren „auf Tuchfühlung“, die teilweise abenteuerliche Streckenführung, sowie der Fahrstiel der Thais überfordert Sie! Ansonsten aber ist in Bangkok alles sehr leicht zu erreichen und im Prinzip ist es auch übersichtlich. Zumindest "nach Vierteln" kann man sich schon am ersten Tag orientieren.
Zu Fuß: Gehen Sie lediglich wenn Sie bummeln oder shoppen. Lassen Sie sich von der Nummerierung der Strassen nicht irreführen. Manchmal sind es von Soi zu Soi nur wenige Schritte, ein anderes Mal wird daraus ein Kilometer.
Fahrradfahren: Sollten Sie bei dem Verkehr den Thais überlassen. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Die geführten Fahrradtouren durch Bangkok erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie können hier über einen halbtägigen Ausflug mit dem Bike einen kleinen Erfahrungsbericht darüber lesen.
Motorrad Taxi: Ist nur etwas für wagemutige Zeitgenossen. Vorteile: Sehr billig und sehr schnell. Eigentlich optimal für kurze Strecken von wenigen Kilometern, aber eben etwas riskant. Die Motorrad Taxis schlängeln sich durch den stehenden Verkehr und überholen abenteuerlich. Wer probieren will: Einfach zu einem der Fahrer gehen und das Ziel nennen, Kleingeld bereithalten. Was es genau kostet? Gute Frage, es sind auf alle Fälle immer nur wenige Baht. Sie erkennen die Fahrer auf Anhieb. In kleinen Gruppen, mit orangen Westen bekleidet, sind Sie überall dort wo viel los ist.
Taxi: Unserer Favorit. Schnell, bequem mit Klimaanlage, billig, sicher. Einsteigen, Fahrziel nennen, darauf achten das das „Meter“ eingeschaltet wird, los geht´s. Nutzen Sie die Taxis. Sie können gar nicht so weit Fahren, dass der Fahrpreis hoch wird. Und der Taxipreis teilt sich ja auch noch durch die Zahl der Fahrgäste. Mehr zum richtigen Umgang mit dem Fortbewegungsmittel Taxi sollten Sie auch noch hier lesen.
Tuk Tuk: Nur bedingt zu gebrauchen. Trotzdem üben die lustigen Gefährte auf Bangkok Neulinge scheinbar eine magische Anziehungskraft aus. Aber hier noch mal die Warnung: Es gibt keine 20 Baht Stadtrundfahrten, Sie landen überall nur nicht wo Sie hinwollen und haben dann mit dem Fahrer rum zu diskutieren. Sollten Sie den „Sechser im Lotto“ ziehen und der Fahrer bringt Sie wirklich zu Ihrem Wunschziel, ist die Fahrt immer noch kein Vergnügen. Ich selbst stand einmal ca. 15 Minuten im Tuk Tuk sitzend im Stau, eingekeilt von einem Schulbus, dessen Lüftungsschlitze der Klimaanlage ca. 50cm links von mir mündeten. Auf der anderen Seite, ebenfalls nur wenige Zentimeter von mir Weg, der Auspuff eines LKW. Also wenn Sie unbedingt damit fahren wollen, es passiert Ihnen nichts, aber Spaß macht’s keinen.
Öffentliche Busse: Gibt es viele, die hauptsächlich von Thais benutzt werden. Es gibt die unterschiedlichsten Kategorien, mit Klima und ohne z.B.. Allerdings scheinen Sie mir zumindest für einen Touristen, welcher eh nicht in entlegene Wohnviertel oder Industriegebiete muss, wenig sinnvoll. Das liegt einfach an den niedrigen Taxipreisen. Auch die Fahrgäste der Busse machen keinen allzu fröhlichen Eindruck, wenn man durch die beschlagenen Scheiben blickt.
Boote: Ist man „Riverside“ unterwegs, sprich am Fluss, ist es üblich sich auf mit einem der Boote fortzubewegen. Entweder um den Fluss zu überqueren, oder auf Ihm hin und her zu schippern. Das Ganze ist etwas undurchsichtig, viele Boote, viele Routen und Richtungen. Aber von einem der größeren Piers aus in die gewünschte Richtung zu fahren ist von jedem zu schaffen und im Übrigen ein super Spaß. Machen Sie also unbedingt eine kleine Bootstour.Vom Fluss aus haben Sie einen super Überblick, bei voller Fahrt eine kühle Brise und das ganze gibt’s ab sage und schreibe 2 Baht.
Skytrain: Auch das Fahren mit dem Skytrain ist eine tolle Sache. Das einzige Verkehrsmittel in Bangkok welches es mit den Vorzügen der Taxis aufnehmen kann. Da es nur zwei Haupstrecken gibt, ist die Orientierung ein Kinderspiel. An dieser Stelle möchte ich den Betreibern des BTS ein dickes Lob aussprechen. Wenn man in einer fremden Stadt nach 5 Sekunden Streckennetz und Fahrpreise verstanden hat, ist das eine tolle Sache. Gut gemacht! Eine Fahr mit dem Skytrain ist übrigens auch zu empfehlen, wenn Sie nicht von A nach B müssen, sondern einfach nur „Rumfahren“ wollen. In 12 Metern Höhe haben Sie einen tollen Überblick über die Stadt.
Unter dem Skytrain befindet sich an einigen Abschnitten der "Skywalk", eine tolle Sache! Direkt über der hektischen Sukhumvit Road bummelt man im Schatten und ohne ständig Sois überqueren zu müssen. Vom Skywalk aus hat man auch direkt Zugang zu den großen Einkauszentren oder Hotels.
Zum Streckennetz des BTS
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