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Die Überschrift ist nicht von mir, ich habe sie irgendwo im Internet gelesen. Der Autor beschreibt damit sein Gefühl, welches Ihn ereilte, als er das zum ersten Mal den idyllische Luftkurort Bangkok besuchte. Wie jeder Traveller hatte auch ich mich vor meinem ersten Trip nach Asien im Internet schlau gemacht und war auf den besagten Reisebericht des unbekannten Autors gestoßen.
Was ein Weichei, dachte ich. Hatte ich doch selbst eine ganze Zeitlang in Los Angeles gelebt und dachte so das Maximum an Smog und Luftverschmutzung erlebt zu haben. Den blumigen Vergleich des Autors noch im Kopf stieg ich schließlich aus meinem wohltemperierten Flugzeug und schlenderte durch den angenehm kühlen Bangkok Airport. Fast ein wenig fröstelnd passierte ich Einreisebehörde, Zoll, etc. etc. und begab mich so Richtung Glasschiebetüre am Ausgang. Bangkok ich komme! Überlegen lächelnd denke ich an den vermeintlich verweichlichten Autor, diese Memme.
Die Tür geht auf und mich trifft ein Baseball Schläger mit voller Wucht auf die Stirn, mein Herz hört auf zu schlagen, ich japse und taumle benommen. Ich denke mir, oh Gott das ist als ob Du einen Ofen betrittst, nein es ist so als ob Du einen Heißluftherd betrittst, in welchem das Auspuffrohr eines 38 Tonners ohne ASU mündet! Ein Polizist mit Gasmaske lächelt mich an. Benommen schleife ich mich mit letzter Kraft aus dem Umluftofen in einen Taxikühlschrank.
Lieber unbekannter Autor, entschuldige bitte! Du bist kein Weichei! Also jetzt erst mal 4 Tage Bangkok und dann weiter nach Koh Samui. Mann, das ist ja mal ein geiler, wirklich aufregender Urlaub. Nicht der gewohnte Gardasee-Mist!
Als ich mich am Abend bereits akklimatisiert hatte, machte ich mich auf meine erste Tour auf die Sukhumvit. Schließlich hatte ich gewusst, dass es in Asien heiß ist, also was soll jetzt das Rumgeweine. Aber dieser Smog ist schon wirklich der Hammer. Abends kann man ihn in Lichtkegel der Autoscheinwerfer sogar sehen.
Also, die Glastüre des Hotels wird mir von einem freundlichen Thai aufgemacht, ich mache einen Schritt nach draußen und wieder bekomme ich den Baseballschläger mitten in meine dumm schauende Tourifresse.
Das wird wohl abends nicht kühler denke ich mir. Nee, wird es nicht. Also lustig losmarschiert, ein paar hundert Meter hoch zur Sukhumvit. Ich bin noch nicht aus der Hoteleinfahrt draußen, da ereilt mich ein angenehmer Duft von Gegrilltem. Wer grillt den in dieser Gegend denke ich mir, als ich ihn erblicke: Ein Straßengrill mit hunderten von Sate Spießchen, einer verlockender als der andere. Ich krieg mich kaum mehr ein. Mann riechen die gut und so viele …. Haben, haben, haben, denke ich. Deute auf alle möglichen Spieße und bekomme diese in ein Papier gewickelt in die Hand gedrückt. Während ich voller Freude an meinen Spießchen kaue, denke ich über die Reisetipps aus dem Internet nach. Kaufe keine Spieße auf der Straße… das Hühnerfleisch wird nicht richtig gekühlt … wenn du Glück hast und es ist überhaupt Huhn, keine Ratte, Maus, Schabe, Spinne, Bla Bla.
Ich betrachte meinen Spieß. Noch ein Internetratschlag fällt mir ein: Iss nur Sachen die Flügel haben, dann sind es wenigstens keine Ratten. Wiederum betrachte ich meine Spieße. Kein Flügel zu sehen. Ich betrete die Sukhumvit Road!
Ja, sieh mal einer an, denke ich mir, so ist es also in Asien. Das ist schon wirklich sehr aufregend hier. Bislang war ich ja Amerikafan, aber das kannte ich ja zur Genüge, Geld war in diesem Jahr auch nicht soviel übrig und Urlaub in Europa? Wie ungeil. Das wirklich aufregende an Asien ist, das nun wirklich sehr viel anders ist als in Europa oder Amerika.
Die Düfte, die Leute, das Klima, das Essen, die Preise, die Stimmung, fast alles unterscheidet sich vom Gewohntem und Bekannten. Und gerade diese ganzen Eindrücke zusammen erlebe ich gerade auf meinem ersten Ausflug. Oh tatsächlich! Da ist schon die erste Girlie Bar, nichts wie rein und weltmännisch ein „Singha“ geordert. Man spricht also Englisch, cool, es wird also rein sprachlich schon mal keine Probleme geben. Ich bin wirklich heilfroh, endlich in der Bar meine Gedanken und Eindrücke sortieren zu können, was die Girlies und ein Elefant der vor der Freiluftbar vorbei trottet nicht gerade einfach machen. Noch ein Singha please, ach warte es gibt auch Pitcher, alright! One Pitcher Singha, please! 200 Baht please, erwidert das Girlie!
Ich beobachte das Treiben und trinke das wohlschmeckende, eiskalte Singha. Ja, hier gefällt´s mir, jetzt check ich die Lage hier langsam. Ich bestelle eine Pizzaschnitte.
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